Telekommunikationsanbieter Österreich - Bargeld ist ein Auslaufmodell

Größter Telekommunikationsanbieter Österreichs: “Bargeld ist ein Auslaufmodell”


Einer er wichtigsten Aspekte für die Massenadaption von Kryptowährungen ist nicht nur die Anwendung der digitalen Währungen von Investoren und den Nutzern der Währungen. Mindestens genauso wichtig wird die Akzeptanz großer Unternehmen sein, die Coins und Tokens zu akzeptieren. A1 ist der größte Telekommunikationsanbieter Österreichs und geht einen ersten richtigen Schritt in diese Richtung. 7 A1 Shops akzeptieren ab sofort Bitcoin & Co.

Trend zu digitalen Bezahlformen

Solange Händler keine Kryptowährungen akzeptieren, wird es auch keine Massenadaption von Bitcoin & Co. geben. Während das kleine Land Österreich in diesen Bereichen oftmals hinterherhängt, macht die A1 Telekom Austria Group nun einen enormen Schritt. Wie der größte Telekommunikationsanbieter Österreichs in einer offiziellen Pressemitteilung verrät, wird man ab sofort Kryptowährungen als Pilotprojekt in einigen Shops als Zahlungsmittel akzeptieren, erklärt Markus Schreiber, Leiter A1 Business Marketing in einem Interview:
In zahlreichen Ländern ist das Bezahlen mit digitalen Währungen gang und gäbe, in Österreich ist die Akzeptanz noch nicht auf internationalem Niveau angelangt. Das soll sich jetzt ändern: Ab sofort bietet A1 in ausgewählten A1 Shops die Bezahlung mit den wichtigsten digitalen Währungen im Rahmen eines Pilotprojektes an.
Der Schritt komme nach Angaben von Schreiber aber nicht besonders überraschend. A1 sei seit Jahrzehnten in den Bereichen Vernetzung, Telekommunikation, IT und Payment tätig. So steckt A1-Payment in mehreren zehntausend Bezahlungsterminals. Den Trend zu digitalen Bezahlungsformen habe man dabei nicht übersehen:
Wir digitalisieren Österreich - einerseits in dem wir laufend am Netz der Zukunft bauen, andererseits, weil wir uns intensiv mit wesentlichen Themen der Zukunft beschäftigen. Neben e-Identity, Cybersecurity, Schule 4.0, künstliche Intelligenz und weiteren Projekten blieb auch der weltweite Trend rund um digitale Bezahlformen nicht unbemerkt
Für Businesskunden, die A1-Payment verwenden, wird es ab sofort die neue Möglichkeit geben, zum Beispiel Bitcoin und Ethereum als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Weitere Kryptowährungen werden in der Pressemitteilung nicht erwähnt.  Beim Pilotprojekt soll getestet werden, ob die Nachfrage wirklich so hoch ist, wie angenommen und überhaupt ein Bedarf für diesen Service besteht. Ein Risiko durch Kursschwankungen schließt Schreiber aber aus:
Nein, es gibt kein Kursschwankungsrisiko in unserem Service – weder für den Kunden noch für den Händler. Bezahlt ein Kunde mit einer Krypto-Währung, so wird der Bezahlwert von beispielsweise 100 EUR zu einem aktuellen Krypto-Tausch-Wert angeboten und behält für einen kurzen begrenzten Zeitraum seine Gültigkeit (unter 1 Minute)
Der Feldversuch hat bereits in 7 A1 Shops gestartet und soll in den kommenden Wochen laufend erweitert werden.